TOD UND STERBEN

In den Spiegel des Todes schauen,

um Sinn im Leben und

Frieden im Sterben zu finden

Abendvortrag am 13.9.
Phowa-Retreat am 14./15.9.
mit Chagdud Khadro

WANN /

Öffentlicher Vortrag:
13. Sept. 2019, 19.30 - 21.30 Uhr
Kosten: 17 € / 14 € ermäßigt
Zur Anmeldung >
Phowa-Retreat:
14. und 15. Sept. 2019
Jeweils 9:00 bis 18:00 Uhr
Kosten: 160 € / 130 € ermäßigt
Zur Anmeldung >

WO /

Alfred-Schnitke-Akademie
Haus MBA 24
Max-Brauer-Allee 24
Hamburg Altona 
Chagdud Khadro in Berlin am 10./11.9.
Nähere Infos finden Sie hier.
Chagdud Khadro in Zürich am 21./22.9.
Nähere Infos finden Sie hier.

ÜBER DEN ÖFFENTLICHEN VORTRAG

Der Tod kommt zu allen, ohne Rücksicht auf Reichtum, Intelligenz oder Ruhm. Er ist das dramatischste Ereignis im Leben. Aber auch wenn der Tod unausweichlich ist, wie wir ihm begegnen—erschreckt, verwirrt, friedlich oder mit spiritueller Meisterschaft—das liegt in unserer Hand! In allen Kulturen wird der Tod als großartiger Spiegel empfunden, der es uns ermöglicht, die Prioritäten des Lebens zu erkennen und eine tiefe Wertschätzung für die Macht des Geistes zu entwickeln.

 

Auf den Moment des Todes müssen wir uns jedoch vorbereiten, nicht nur in praktischer, sondern auch in spiritueller Hinsicht. Ohne Vorbereitung können Sterbende, ihre Begleiter, sowie Familie und Freunde von Verwirrung und Schmerz überwältigt werden und das tiefe Potential dieses Moments nicht nutzen. Für die buddhistischen Meister bietet der Tod eine einzigartige Gelegenheit zur Befreiung. Sie wissen um eine Vielzahl von Lehren und Methoden, die uns auf diesen Moment bereits zu Lebzeiten vorbereiten können. Weil der Zeitpunkt des Todes jedoch unbekannt ist, ist eine solche Vorbereitung schon jetzt unerlässlich!  

 

In ihrem Vortrag bietet Chagdud Khadro auch Interessierten ohne buddhistische Vorkenntnisse die Möglichkeit, einen ersten Einblick in die einzigartigen tibetischen Lehren der Zyklen von Leben und Tod sowie die meditative Praxis zur Vorbereitung auf den Moment des Todes zu gewinnen. Gleichzeitig wird Chagdud Khadro auch praktische Anweisungen für die palliative Betreuung und den Umgang mit unheilbar Kranken und Sterbenden aus buddhistischer Sicht anbieten. Dabei kann sie aus einem Schatz von Geschichten, Einsichten und Anregungen schöpfen, die sie von den Teilnehmern an ihren Vorträgen und Retreats aus vielen Ländern und Kulturen gewonnen hat. 

 

In den darauf folgenden zwei Tagen, am 14. und 15. September 2019, wird Chagdud Khadro am selben Veranstaltungsort eine intensive Praxis der buddhistischen Meditationsmethode des P’howa, der Übertragung des Bewusstseins im Moment des Todes, anbieten. Dazu gehört auch die für die P’howa Praxis notwendige Erteilung der Ermächtigung in Buddha Amitabha.

 

Die Veranstaltungen mit Chagdud Khadro richten sich an Menschen aus allen religiösen Traditionen, die — für ihr eigenes Leben oder auch im Rahmen ihres beruflichen Einsatzes für Kranke und Sterbende — meditative Einsichten und Anweisungen suchen, um zu einem tieferen Verständnis des Todesprozesses zu gelangen.

Den am Retreat Interessierten empfehlen wir ausdrücklich, zuerst den öffentlichen Vortrag anzuhören. Dort wird Chagdud Khadro klären, welcher Voraussetzungen und Verpflichtungen es bedarf, um an einer buddhistischen Ermächtigung wie der Amithaba Einweihung  teilzunehmen.

Der öffentliche Vortrag wird vom Rigpa e.V. organisiert.

ÜBER CHAGDUD KHADRO

Chagdud Khadro ist die Frau des tibetischen Meisters Chagdud Tulku Rinpoche (1930–2002) und autorisierte Lehrerin der Nyingma Schule des tibetischen Vajrayana Buddhismus. Sie traf Chagdud Tulku Rinpoche 1977 in Nepal und war eine seiner ersten westlichen Schüler/innen, die traditionelle Unterweisungen und Ermächtigungen im Vajrayana Buddhismus erhalten haben.

1979 zog sie mit Rinpoche in die USA und wirkte dort unermüdlich am Aufbau und der Verbreitung seiner Aktivitäten und Lehren mit, insbesondere im Bereich der Publikationen. Sie selbst erstellte verschiedene Kommentare zu den grundlegenden Praktiken, wie z. B. dem Dudjom Tersar Ngöndro, der Longsal Nyingpo P’howa Praxis und der Praxis der Roten Tara von Apang Tertön. Als leitende Lektorin des Verlages Padma Publishing betreute sie viele Übersetzungen bedeutender tibetischer Werke und Praxis-Texte.

1995 folgte sie Chagdud Tulku Rinpoche nach Brasilien, wo er in Três Coroas, Rio Gande do Sul, seinen Hauptsitz, Chagdud Gonpa Khadro Ling errichtete. Seit Rinpoches Parinirvana im November 2002 ist Chagdud Khadro die spirituelle Leiterin dieses Zentrums und betreut von dort die weltweiten Aktivitäten von Chagdud Gonpa. Durch die Koordination des Baus des Zangdog Palri Tempels, des Reinen Landes von Guru Rinpoche in Khadro Ling, realisierte sie die letzte Vision von Chagdud Tulku Rinpoche und trug so zur konstanten segensreichen Ausbreitung seines Vermächtnisses bei.  

 

Chagdud Tulku Rinpoche erkannte ihre Zeichen der Verwirklichung der P’howa Praxis und ihre Fähigkeit, anderen dazu zu verhelfen. Er ermächtigte sie bereits 1986, P’howa zu lehren und seit vielen Jahren widmet sie sich dieser Aufgabe in den USA, Australien und Europa. Wohin sie auch kommt, sie inspiriert die Menschen mit ihrer dynamischen und klaren Art und ihrer unerschütterlichen Verpflichtung gegenüber der Hinterlassenschaft von Chagdud Tulku Rinpoche.

Weitere Informationen zur Arbeit von Chagdud Khadro finden Sie hier

ÜBER DAS PHOWA RETREAT
MIT AMITHABA ERMÄCHTIGUNG

Das Retreat dient der Darstellung und Einübung von Phowa, einer spirituellen Methode des Vajrayana-Buddhismus, durch die wir die Fähigkeit erlangen können, unsere zukünftige Wiedergeburt bewusst zu lenken. Phowa ermöglicht es dem Praktizierenden, trotz der Auflösung des physischen Körpers im Sterbeprozess, eine tiefe Konzentration auf die Kontinuität des Geistes aufrecht zu erhalten und das Bewußtsein im Augenblick des Todes in einen Bereich absoluter Reinheit—das Reine Land des Buddha Amitabha—zu übertragen (pho ba). Chagdud Khadro wird die für diese Praxis notwendige Amitabha Einweihung geben.

 

Die Phowa Praxis, die von Chagdud Khadro gelehrt wird, beruht auf dem Schatztext des tibetischen Dzogchen Meisters Rigdzin Longsal Nyingpo (1685–1753). Zur Besonderheit dieser Übertragungslinie gehört, dass Zeichen der Verwirklichung in der P’howa Methode auch ohne langwierige Retreats, relativ schnell erreicht werden können. Die Praxis beinhaltet zudem eine kurze abschließende Langlebens-Meditation, um die Essenzen und die Vitalität des Körpers zu stärken. Diese P’howa Praxis wird bis heute in ununterbrochener Übertragungslinie praktiziert und hat unzählige Menschen zur Verwirklichung ihrer wahren Buddhanatur geführt.

 

Auch uns kann sie es ermöglichen, den Tod als eine einzigartige Gelegenheit zur Befreiung aus dem Existenzkreislauf zu erkennen und die tiefe Angst und Ungewissheit zu überwinden, mit der wir diesem Ereignis entgegensehen. Sie gibt uns Zuversicht, nicht in einem Zustand spiritueller Unsicherheit zu sterben und hilflos den karmischen Winden im Zwischenzustand (bar do) des Nach-Todes ausgeliefert zu sein und einer ungewissen Wiedergeburt in einem der Sechs Daseinsbereiche entgegenzusehen. Tiefe Zuversicht und Ruhe entwickeln wir dadurch, dass wir schon zu Lebzeiten mit dieser Praxis vertraut werden und lernen, die Lehren und die Übungen in unser tägliches Leben und in unsere Arbeit zu integrieren. Wir wissen, dass wir unseren spirituellen Weg unter besten Vorzeichen fortsetzen können, selbst, wenn der Tod uns vorzeitig überraschen sollte.

 

Erst durch die von uns selbst gelebten Einsichten und Erfahrungen sowie die Weisheit und das Mitgefühl, das wir durch die Praxis entwickeln, sind wir in der Lage, auch andere Menschen, ohne die Projektion eigener Ängste und Unsicherheiten, in Krankheit und Tod zu begleiten, ihnen Kraft und Hoffnung zu geben und zur Bewältigung von Schmerz und Trauer beizutragen.

 

Die Phowa Praxis gibt uns somit das Vertrauen zu leben, ohne Furcht vor dem Sterben zu haben.

Das Phowa Retreat wird organisiert von B.I.B - Buddhismus in Berlin e.V.

(C) Freunde von Chagdud Khadro

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